TRUDE MALLY

 

 

 

Trude (Gertrud Barbara) Mally - * 21.1.1928 Neukettenhof/NÖ (heute: Schwechat/NÖ), † 4.6.2009 Wien. Sängerin und Jodlerin. Klassischer Gesangsunterricht ab 12 Jahren, erste Auftritte mit Tante Ady Rothmayer (Wienerliedsängerin und Jodlerin, 1893–1975) bereits mit 8 Jahren. Ab 1943 mit „ostmärkischen Jodlern“ auf Frontbetreuungs-Tourneen nach Russland und Norwegen. Ende 1945 bis Mitte 1947 im Alpenklang-Trio, 1947–49 Auftritte im Sender „Rot-Weiß-Rot“ mit Kemmeter- und Zaruba-Schrammeln, im Beiprogramm von Kino-Vorstellungen, im „Moulin Rouge“, in Kabaretts und diversen Lokalitäten. Auf Tourneen u. a. mit H. Moser in Österreich und der Schweiz, Gesangsauftritte in drei Nachkriegs-Tonfilmen. Ab 1951 bei Familie Matauschek in Wien-Breitensee, lernt dort das traditionelle wienerische Volksmusikrepertoire kennen, 1953–60 mit Fritz Matauschek jun. (1917–77) verheiratet. 1964–70 und 1972–83 Zusammenarbeit mit dem Volksmusikanten und Orgelbauer Karl Nagl, zahlreiche Engagements in Wiener Gastlokalen, Konzertauftritt in Berlin, Archivaufnahmen für ORF, Schallplattenaufnahmen. 1984–2000 mit Josef (Pepi) Matauschek (1925–2000) als Begleiter, seither mit Roland Sulzer bzw. Duo K. Hodina/R. Koschelu in Lokalen, bei Konzertveranstaltungen, in Wienerlied-Clubs und Volksliedwerken, bei Wienerlied-Seminaren. Fernsehauftritte u. a. mit K. Ostbahn. Gilt als letzte Vertreterin des traditionellen „Dudelns“, der wienerischen Art des Jodelns, anerkannte Interpretin von wienerischen und alpenländischen Volksliedern sowie traditioneller Wienerlieder. (so steht‘s im Österreichischen Musiklexikon – dem habe ich nichts hinzuzufügen).

Hier noch ein kleiner Anhang – vielleicht haben wir Österreicher der Trude Mally ja unseren Staatsvertrag zu verdanken?!


„Bei den Vorbereitungsgesprächen für die Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 wurde Trude Mally von der österreichischen Bundesregierung engagiert, um die Alliierten bei Wein, Musik und „Wiener Charme“ „weich“ zu machen. (Dies ist wohl der wahre Kern der berühmten Karikatur von Hanns Erich Köhler aus dem Simplicissimus, die Julius Raab Zither spielend im Kreis von zu Tränen gerührten sowjetischen Politikern zeigt und Leopold Figl, der Raab ins Ohr flüstert: „Und jetzt, Raab – und jetzt noch „d’Reblaus“, dann sans waach.“) „

- da habe ich noch was "Nettes" zu Trude Mally gefunden!